Kapelle in Aich

Mitten im Ort Aich (zur Kirchengemeinde St. Michael gehörend, aber verwaltungstechnisch zu Neuendettelsau), befindet sich eine kleine Kapelle als Kirchengebäude ohne Patrozinium (Schutzherrschaft eines Heiligen oder Kirchentitel). Sie wurde im Jahr 1900 von Georg Michael Wirth, einem Nürnberger Großmetzger, der aus Aich stammte, gestiftet. Nach der Bayerischen Gemeindeordnung wäre ein solcher Bau unzulässig gewesen, daher wurde er 1901 offiziell als „Glockenhäuschen“ errichtet.

Das Gebäude ist mit 5 x 5m Grundfläche sehr klein, es bietet etwa 20 Personen Platz. Auf dem Satteldach befindet sich ein Glockenturm mit Uhr als Dachreiter. An der Westseite kann man in die Kapelle durch ein Stichbogenportal eintreten. An der Südseite gibt es zwei Rechteckfenster, dazwischen ist die Stiftungstafel und im Giebel ein Ziffernblatt angebracht.

Der Innenraum schließt mit einer Holzdecke flach ab. Der Holzaltar mit Aufsatz - ein Gemälde des gekreuzigten Jesus umrahmt von toskanischen Säulen - steht an der Ostseite, ein Taufstein in der Mitte. Die Instandhaltung der Kapelle wurde durch den Ertrag eines Ackers finanziert, der von den Nachkommen von Georg Wirth gestiftet worden war.

Heute wird die Kapelle nicht mehr regelmäßig, sondern nur für Taufen, Hochzeiten und gelegentliche Außengottesdienste genutzt.